Zusatzangebot  für alle Kinder zwischen 4 und 8 Jahren

Elementares Musizieren

Wann: Freitags, 16:00 Uhr-17:00 Uhr

11./18./25. Oktober und 

8./15./22. November 2019

Wo: Praxis Teilhabe

Kursleitung: Annette Boenke

Kosten: Pro Kind € 40 für 6 Termine bei einer Kleingruppe ab 4 Kindern

 

Singen, Musizieren, sich ausdrücken und mit Klängen und Tönen experimentieren,

fördert alle Sinne und vielfältige Kompetenzen wie Konzentration, Aufmerksamkeit und die soziale Interaktion.

Wir singen, spielen und tanzen.

Dabei entdecken wir ganz neu unsere Kreativität und besondere Ausdrucksmöglichkeiten. Wir erleben uns als einzigartig und wunderbar und lassen von uns hören. Auch Ruhe und die Stille werden wir genießen, in uns selbst hineinhören, lauschen und entspannen. 

So geben wir der Woche einen runden Abschluss!

 

 

11.04.2019

Kurzvortrag zur

Integration in Kindertagesstätten

im Rahmen des Arbeitskreis Frühförderung Singen 

 

 

10.01.2018,

19:00 Uhr im Schlosskeller, Bergstrasse 28, 78262 Gailingen

 

Vortrag im Rahmen der Initiative "Gesundheit in Gailingen":

 

 Ausdrucksmalen bei Kindern mit Traumaerfahrungen

in der stabilisierenden heilpädagogischen Entwicklungsbegleitung

An diesem Abend nähern wir uns in einem Kurzvortrag den Themen „Trauma“ und „Traumapädagogik“.

Traumapädagogik gibt im Gegensatz zur überwiegend aufdeckenden Traumatherapie lösungsorientierte Impulse um das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken und neue Chancen hinter schwierigen Erfahrungen zu entdecken.

Ausdrucksmalen nach B. Egger, dass die Heilpädagogin seit fast 20 Jahren mit Kindern anwendet, gilt als eine bewährte Möglichkeit zu emotionaler Stabilisierung in der Entwicklung.

Es besteht an diesem Abend Raum, sich dialogisch mit individuellen Fragen und Erlebnissen auseinanderzusetzen. Dabei darf auch selbst gemalt werden! 

 

 

 

Malen mit Flüchtlingen

Ein Kind betritt mit fragenden, unsicheren Augen den Raum. Im Kopf vielleicht Fragen wie diese: Wozu wurde ich hierher begleitet? Was wird von mir erwartet? Was kommt auf mich zu? Die Sprache und Gebärden reichten nicht aus um dies ausreichend zu klären. Lediglich die freundliche Begrüßung lässt den Gedanken zu, dass die Menschen es gut mit den Kindern meinen die sie an der Gemeinschaftsunterkunft abgeholt haben. Hier nun erhält das Kind eine Malschürze und wird zu einem vorbereiteten Tisch mit Farbnäpfen geführt. Es betrachtet den Malkittel mit Farbklecksen, steckt seinen Finger in die Farbe und beginnt weitere Kleckse auf dem Stoff zu verteilen. Als ich ihm Papier und Pinsel zeige, will die Aktivität und das Hinterlassen von Spuren mit Pinsel und Farben kein Ende nehmen. Es füllt das Papier dick mit Farbe bis an die Ränder, immer wieder noch eine Schicht. Berührt vom eigenen Tun, ohne große Worte, vertieft sich das Kind in ausdauerndes und die Blätter füllendes Malen. Daneben entstehen bei anderen Kindern mit ähnlichen ersten Erfahrungen auch Bilder von Menschen, Gesichtern und Namen, Bilder von Hubschraubern, Fliegern, abgebrannten Häusern, ein Boot. Das Malen tut gut, ist mein Eindruck beim Beobachten, während ich gleichzeitig beim Bedienen mit neuem Papier, Farben, Pinsel und Lappen alle Hände voll zu tun habe. Neben der besonderen Ausdrucksmöglichkeit, mit der die Kinder Erfahrungen und Belastungen bewältigen können, erwerben sie Sicherheit und Selbstwirksamkeit, setzen sich elementar mit neuen Materialien auseinander, üben sich in Feinmotorik und Gestaltungskraft, die auch dem Erwerb schulischer Fähigkeiten dient und erleben Freude am selbstbestimmten Tun. Daneben entsteht ein wichtiger Kontakt mit den Malleiterinnen und anderen Kindern, es wird über die Materialien, die Bilder und das Tun gesprochen. Neue Begriffe und Worte werden kommuniziert, Sprache erworben, Erfahrungen geteilt und gelacht. Die eigenen Bilder erzählen von der Heimat oder neuen Erlebnissen in der Fremde, sind entlastende emotionale Momentaufnahmen. In diesen Stunden wird die Fremde immer vertrauter und uns werden die Flüchtlingskinder über ihr Tun und ihre Bilder Kinder wie andere auch. Dies geschieht fast ohne die noch viel zu schwierig auszusprechenden Namen und Worte in deutsch oder arabisch. Nach einer guten Stunde geht das Kind erfüllt zurück in seine Unterkunft auf Zeit, gerne möchte es nächstes Mal wiederkommen. Dann weiß es bereits, dass ein Malkittel nur die zufälligen Kleckse trägt, das Papier aber von ihm ganz bewusst und selbstbestimmt gestaltet werden darf.

Annette Boenke, Heilpädagogin aus Gailingen begleiteten die Malstunden mit Flüchtlingen  nach dem Konzept von Arno Stern (Malort) und Bettina Egger (Ausdrucksmalen) regelmäßig seit November 2015

 


 

Dankeschön für Ihr Interesse!

Annette Boenke